Referenzen –
Hier finden sich ausgewählte Einblicke in Projekte, die wir gemeinsam mit Kommunen umgesetzt haben. Die Beispiele zeigen, wie digitale Lösungen im Alltag funktionieren – von ersten Konzepten bis zur Einführung in der Praxis.
OZG-Cloud – die Schnittstelle für durchdigitalisierte Prozesse
Online-Antrag gestellt – und danach beginnt trotzdem der Papier-Marathon? Genau diese digitalen Lücken in Verwaltungsprozessen schließt die OZG-Cloud: Bürger*innen stellen Anträge bequem von zu Hause, Verwaltungsmitarbeitende bearbeiten sie medienbruchfrei, digital und sicher – inklusive digitaler Rückfragen und elektronischem Bescheid. So kann es gehen.
Entwickelt wurde die OZG-Cloud als Kooperationsprojekt von Schleswig-Holstein, ITV.SH, Dataport und Pilot-Kommunen. Praktisch funktioniert sie wie ein zentraler „Eingangs-Adapter“, der verschiedene Eingangskanäle bündelt und Anträge in einen klaren Workflow überführt – mit spürbar kürzeren Wartezeiten für Bürger*innen.
Die Lösung ist bereits breit im Einsatz und bewusst so gebaut, dass Kommunen sie unkompliziert integrieren können. Als webbasierte, multimandantenfähige Anwendung im Dataport-Rechenzentrum schafft sie Standards für Ende-zu-Ende-Digitalisierung – und bietet Entwicklungspotenzial bis hin zur tieferen Anbindung von Fachverfahren und E-Akte.

JUS-App – mobiles Arbeiten im Jugendamt
Hausbesuche, Fallarbeit, Entscheidungen unter Zeitdruck – und früher stapelweise Papierakten. Mit der JUS-App hat die Freie und Hansestadt Hamburg genau hier angesetzt: Sozialarbeiter*innen arbeiten mobil per Tablet, greifen unterwegs auf relevante Informationen zu und dokumentieren direkt vor Ort. Mehr Zeit fürs Wesentliche.
Die App ist als mobile Schnittstelle zum Fachverfahren JUS-IT umgesetzt: beauftragt von der Sozialbehörde Hamburg, entwickelt von dataport.kommunal in Kooperation mit den App-Entwickler*innen von Diona. Im Fokus steht der Schutz hochsensibler Daten, unter anderem durch ein passgenaues Sicherheitsprofil.
Das entlastet den Alltag spürbar: weniger doppelte Dokumentation, weniger Nacharbeit (kein händisches Scannen und Hochladen nach strengen Kriterien), mehr Transparenz im Team. Für die Umsetzung wurden zudem mehr als 500 iPads für Mitarbeiter*innen beschafft; 2022 wurde die Lösung als „Mobility ASD“ für die European Social Services Awards nominiert.

Die älteste Kirche Schleswig-Holsteins – 1.200 Jahre Geschichte in 3D erleben
Die Bonifatiuskirche in der Gemeinde Schenefeld gilt als älteste Kirche Schleswig-Holsteins. Mit dem Projekt „Digitale Kirche Schenefeld“ wird dieses Kulturerbe jetzt digital zugänglich.
Herzstück ist ein virtueller Rundgang, der 360°-Fotografien mit einem 3D-Modell verbindet und so einen „digitalen Zwilling“ der Kirche schafft. Besucher*innen bewegen sich per Mausklick durch alle Ebenen – vom Eingang über Innenraum und Empore bis hinauf in den Glockenturm.
Ergänzt wird das Erlebnis durch fünf Videostationen, die Geschichte und Besonderheiten der Kirche erzählen. Entstanden ist das Projekt im Partnernetzwerk von dataport.kommunal – gemeinsam mit der Gemeinde Schenefeld, der Stiftung Krinkberg e.V. und dem Dataport Kultur.Kompetenzzentrum – mit dem Ziel, Wissen zu vermitteln, Kultur zu sichern und die Attraktivität der Region zu stärken.
Vier Ämter – ein Digitalisierungskonzept
Die Steinburger Ämter Schenefeld, Itzehoe-Land, Wilstermarsch und Krempermarsch treiben ihre digitale Transformation gemeinsam voran. Zusammen entstand ein einheitliches Digitalisierungskonzept, das von OZG bis digitale Daseinsvorsorge die zentralen Anforderungen der Verwaltungsdigitalisierung abdeckt.
Basis war eine gründliche Analyse: Die Ausgangslagen und Digitalisierungsgrade unterscheiden sich – deshalb wurden zunächst gemeinsame Ziele und Handlungsfelder definiert. Darauf aufbauend wurden konkrete Handlungsempfehlungen und erste Umsetzungsideen erarbeitet.
Der Mehrwert ist pragmatisch: weniger politische Einzelfreigaben, mehr Handlungssicherheit für Verantwortliche in der Verwaltung – und spürbarer Wissenstransfer durch Vernetzung. Eine zentrale Empfehlung wurde bereits umgesetzt: Ein*e Digitalisierungsbeauftragte*r koordiniert künftig die Aktivitäten für alle vier Ämter. Digitale Maßnahmen sollen dabei nicht nur intern wirken, sondern auch Bürger*innen und Besucher*innen nutzen – bis hin zu geplanten Projekten wie einer gemeinsamen Tourismus-App, um die Region attraktiv, wettbewerbsfähig und lebenswert zu stärken.
Zur Projektvorstellung des gemeindeübergreifenden Digitalisierungskonzeptes
Pilotprojekt zur Digitalisierung von Verwaltungsleistungen – Tempo machen beim Onlinezugangsgesetz
OZG und OZG 2.0 erhöhen den Druck auf die kommunale Ebene. Im Pilotprojekt „Kommunaler OZG-Rollout“ haben das Land Schleswig-Holstein, der ITV.SH und Dataport die Voraussetzungen geschaffen, Online-Dienste schneller in die Fläche zu bringen – standardisiert, kostengünstig und rechtssicher.
Gemeinsam mit 17 Kommunen wurde erprobt, wie ein einheitlicher Rollout mit geringem Personalaufwand gelingt. Ergebnis: ein Vorgehensmodell, das auch andere anwenden können – plus 40 Online-Dienste, die für den Einsatz bereitstanden.
Über die Bürgerportale der Pilot-Kommunen greifen Bürger*innen und Unternehmen bereits auf digitale Angebote zu; im Kreis Dithmarschen umfasst der zentrale Einstiegspunkt rund 200 Dienste inklusive Servicekonto. Damit alle Kommunen in Schleswig-Holstein schnell auf Basis- und Online-Dienste zugreifen können, steht inzwischen sogar ein Online-Shop zur Verfügung.

Bürgerportal Amt Hüttener Berge – digitale Schaltzentrale für alle Bürgerservices
Schleswig-Holstein will Verwaltungsdigitalisierung nicht nur „irgendwie“ erledigen, sondern schnell, strukturiert und bürgernah umsetzen. Ein zentraler Baustein dafür entstand unter Federführung des Amtes Hüttener Berge: das dBürgerportal als zentrale Anlaufstelle für Bürger*innen und Unternehmen – mit Zugang zu kommunalen Services an einem Ort.
Im Portal werden Leistungen gebündelt, die im Alltag wirklich zählen – etwa Wohngeldantrag, Gewerbeanmeldung oder Hundeanmeldung. Rund um die Uhr und ortsunabhängig. Nach dem Login können Nutzer*innen Services beantragen, Korrespondenz verfolgen und den Bearbeitungsstatus einsehen.
Das dBürgerportal ist Teil eines Kooperationsverbunds aus Kommune, Land, ITV.SH und Partner*innen und wurde von dataport.kommunal als Open-Source-Lösung konzipiert und umgesetzt.
dITBetrieb – sicher digital arbeiten
Kommunen arbeiten immer digitaler – und damit steigen die Anforderungen an einen professionellen, sicheren und zuverlässigen IT-Betrieb. Genau dafür wurde dITBetrieb entwickelt: ein modulares Service-Portfolio von dataport.kommunal, das Kommunen mit genau den Komponenten versorgt, die sie brauchen.
Entstanden ist die Lösung im gemeinsamen Pilotprojekt mit den Ämtern Itzehoe-Land, Krempermarsch, Schenefeld und Wilstermarsch. In Informationsveranstaltungen, Workshops und Beratungsgesprächen wurden Ziele definiert – mit starkem Fokus auf fachlichen Austausch und Praxisnähe. Das Ergebnis: eine flexible, transparente und bedarfsgerechte Lösung, die nun allen Kommunen offensteht.
Ob Einzelmodul oder komplette Auslagerung der Informationstechnik: dITBetrieb macht beides möglich – und stellt Datenschutz und Datensicherheit konsequent in den Mittelpunkt. Bürger*innen- und Verwaltungsdaten bleiben dort, wo sie hingehören: im Besitz der Kommunen.



